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Historischer Ortskern Allendorf/Lumda

Allendorf an der Lumda wird als "Alten Dorfa" erstmals zwischen 780 und 802 in Schenkungsregistern erwähnt. Landgraf Otto I. verlieh dem Flecken Allendorf 1323 die Marktrechte.  Am 2. März 1370 wurde Allendorf durch Landgraf Heinrich II zur Stadt ernannt. Gleichzeitig wurde  angeordnet die Stadt zu befestigen, dies entsprang der politischen Absicht, die Verbindungswege von Marburg nach Grünberg und von Amöneburg nach Mainz zu kontrollieren.

Stadtbefestigung
Lange Zeit musste die Stadt sich gegen feindliche Übergriffe zur Wehr setzten. Noch heute sind Reste der Befestigungsanlage, welche aus Stadtmauer mit vier Türmen bestand, im Ortskern erhalten. Ein im Heimatmuseum vorhandener Merian-Kupferstich dokumentiert diese imposante Befestigungsanlage. In der Nordwestecke des Mauerzuges (Schulstraße) steht noch, der in voller Höhe erhaltene und aus dem 15. Jahrhundert stammende, runde Flankenturm der Stadtbefestigung.
Adresse: Schulstraße, Rahmengasse und Hainmauergasse
 

Fachwerkhäuser
Schöne Ansichten bieten auch die im 18. und 19. Jahrhundert erbauten und in den letzten Jahren restaurierte Fachwerkhäuser sowie der aus dem 19. Jahrhunderts stammende Brunnen. Adresse: Marktstraße, Kirchstraße und Nouvion-Platz.  

 

Künstlerhof Arnold
Der „Künstlerhof Arnold“ ist das ehemalige Wohnhaus und die Arbeitsstätte von W. H. Arnold, der hier seit 1926 als freiberuflicher Kunstbildhauer und Maler zahlreiche Werke schuf. Das stattliche Fachwerkwohnhaus, das vermutlich noch am Ende des 18. Jahrhunderts entstanden ist straßenbildprägen. Ein besonders Gestaltungsmerkmal des Gebäudes ist das große, von Fenstern flankierte Bogenportal mit einer vorgelagerte zweiarmige Freitreppe, die ebenso wie der Gebäudesockel aus Natursteinquadern gemauert ist.
Vermutlich in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde das Haus noch einmal im neoklassizistischen Stil überformt. Die optische Vergrößerung der Fenster der Mittelpartie durch Gesimse und geometrisch verzierte Schmuckfelder dürften in dieser Zeit entstanden sein. Aus städtebaulichen und künstlerischen Gründen ist die gesamte Hofanlage Kulturdenkmal.
Heute ist der Künstlerhof Arnold eine geglückte Kombination zwischen der bildenden Kunst mit Skulpturen und Gemälden von W. H. Arnolds, Museum und einer gemütlichen Gastronomie, die zum Verweilen einlädt.
Adresse: Marktstraße 7

 

Ev. Kirche Allendorf/Lumda
Am höchsten Punkt des Ortskerns steht die überwiegend aus Basaltbruchsteinen errichtete Kirche. Der einfache Saalbau mit dreiseitiger Empore und einem mächtigen Chorturm, der noch aus dem frühen 14. Jahrhundert stammt,  Der dreigeschossige Haubenhelm  des Chorturms wurde vermutlich nach einem Brand zwischen 1728 und 1731 erbaut. Eine der bei dem Brand beschädigten Kirchenglocken erinnert mit ihrer Inschrift an den verheerenden Brand. Kirche, Kirchhof und Grabmäler sind Kulturdenkmal aus geschichtlichen, städtebaulichen und künstlerischen Gründen.
Adresse: Kirchstraße 44


Bild: Marktstraße, Ecke Rheingasse
Marktstraße, Ecke Rheingasse
Bild: Künstlerhof Arnold
Künstlerhof Arnold
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