Ein Beitrag von Emil Winter
(Vorsitzender des Verbundes mittelhessischer Heimatmuseen)
Der Mittelhessische Raum, speziell der Landkreis Gießen, ist sehr reich mit Heimatmuseen bestückt. Über 20 Heimatmuseen und Privatsammlungen zeugen davon, dass die Betreuer der Häuser sich die Aufgabe gestellt haben, das »Gestern« nicht einfach in der untersten Schublade der Erinnerung verschwinden zu lassen. Wie sollte man die Gegenwart begreifen, wenn man die Vergangenheit nicht kennt? Wie soll man die Zukunft gestalten, wenn man die Ursprünge nicht beachtet? Dies sind Leitmotive, die sich die Museumsbetreuer auf ihr Banner geschrieben haben.
Das Sammeln und Bewahren von Althergebrachtem ist den Menschen in den Heimatmuseen ein Herzensbedürfnis. Längst sind die Sammlungen in den zahlreichen Häusern mit Liebe und Sachverstand so individuell zusammengetragen, dass daraus die VErgangenheit eines Dorfes und seiner Menschen erkennbar wird. Dabei haben alle Häuser eines gemeinsam: Sie wollen den Heimatgedanken und das Brauchtum pflegen, den Faden vom Gestern hin zum Morgen führen, damit auch nachfolgende Generationen erfahren, wie ihre Ahnen gelebt haben.
Jedes der Museen hat seine Besonderheit und es lohnt sich, diese Häuser zu besuchen. Dies ist auch der schönste Dan dafür, dass die Museumsbetreuer ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Alle Häuser werden ehrenamtlich betreut.