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Limes mit nachgebildetem Limesturm und Barbarenstein

Auf der Gemarkung von Grüningen, oberhalb der Straße von Watzenborn-Steinberg nach Grüningen, ist noch das alte Steinturmfundament des ehemaligen römischen Wachtturms mit der Bezeichnung Wp 4/49 in einem Hügel mit einem Durchmesser von 18,90 m sichtbar.

1967 wurde durch die Heimatvereinigung Schiffenberg e. V. mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen und der Gemeinde Watzenborn-Steinberg ein römischer Steinturm mit davor liegendem Wall, Graben und Palisadenzaun  neben dem historischen Turmfundamenten nachgebaut.

Der Turm ist eine informative Nachbildung, die dem damaligen Kenntnisstand entspricht. Nach unserem heutigen Wissen müsste er ein Stockwerk höher sein, statt der Ziegel eine andere Dachbedeckung haben und weiß verputzt sein. Er steht auf einem 250 m langen und ca. 11 bis 15 m breiten Grundstück, das der Gießener Psychiatriedirektor Prof. Dr. Robert Sommer 1910 vom Fürsten von Solms-Braunfels erwarb und 1935 der Gemeinde Watzenborn-Steinberg und der Heimatvereinigung Schiffenberg schenkte.

Im Sommer 1912 ließ Robert Sommer gemeinsam mit seiner Frau Emmy am nördlichsten Punkt des Limes einen Gedenkstein nach dem Modell eines römischen Soldatengrabes errichten, den so genannten „Barbarenstein“. Seinen Namen verdankt er der Inschrift:  

 

MEMORIAE ROMANORVM BARBARVS ANNO MDCCCCXII
LIMES IMPERII ROMANI
ROBERTVS SOMMER CVM VXORE
CIVES GISSENSIS

 

Dem Andenken der Römer, ein Barbar im Jahre 1912
Grenze des römischen Reiches
Robert Sommer mit Gattin
Bürger Gießens

 

Adresse: Am Ortsausgang von Watzenborn-Steinberg in Richtung Grüningen geht es rechts über einen Feldweg der mit einem Holzschild (Limesturm) ausgeschildert ist zum Limes.
Info: Heimatvereinigung Schiffenberg e.V., Internet: www.hv-schiffenberg.de

 

 

 

 

 


Bild: Nachbildung des Steinturms Wp. 4/49
Nachbildung des Steinturms Wp. 4/49
Bild: Barbarenstein von 1912
Barbarenstein von 1912